Open Lobby: Der Trend in der Hotellerie

Open Lobby: Der Trend in der Hotellerie

Open Lobby: Der Trend in der Hotellerie 150 150 Biss PR

Das Herzstück eines jeden Hotels ist die Lobby. Dabei setzt sich zunehmend der Trend zur sogenannten ‚Open Lobby‘ durch, also der gemütlich gestalteten Empfangshalle mit fließenden Übergängen. Einer, der dieses Konzept seit Langem vertritt, ist Interior-Designer Andreas Neudahm. Der Wuppertaler Unternehmer realisierte gemeinsam mit seinem Team bereits Hunderte von Hotelprojekten, kennt die Branche und ist sich sicher: Die Zukunft der Hotellerie liegt in der Idee der Open Lobby.

„Man kann derzeit beobachten, dass die Idee zur ‚Open Lobby‘ Einzug hält und bei nahezu jeder internationalen Hotelgruppe angekommen ist“, sagt Andreas Neudahm und führt fort: „So sieht die Zukunft der Hotellerie aus.“ Eine derartige Empfangshalle zeichnet sich dadurch aus, dass sie in einzelne Zonen unterteilt ist. „In solchen Chambres séparées sollte man sich geborgen und wohl fühlen, als halte man sich in einem geschlossenen Raum auf, als befände man sich in einer Art Versteck“, so Neudahm. „Es darf nicht der Eindruck entstehen, dass man in einem Durchgang sitzt.“

Während sich Hotelgäste früher in ihre Zimmer zurückzogen, findet das Hotelleben heute in der Lobby statt, weiß der Design-Experte: „Der Mensch ist ein Rudeltier. Man mag es gesellig unter Gästen.“ Konzentriertes Arbeiten, Besprechungen mit Geschäftspartnern, ein Drink an der Bar, ein Fußballabend – für all das eignet sich die Open Lobby.

Bereits beim ersten Betreten des Hotels entscheidet der Gast, ob er sich in dem Haus wohl fühlt oder nicht. Aus diesem Grund greift der Interior-Designer bei der Gestaltung einer Open-Lobby stets die Idee eines Wohnzimmers auf – mit Essbereich, Lounge und Fernsehecke: Diese unterschiedlichen Gefühle an Lebensmomenten, die man beim Betreten eines privaten Wohnzimmers spürt, kann man auch für ein Lobby-Konzept adaptieren. Schnell soll sich Gast orientieren können und wie auf einem Marktplatz rechts, links und geradeaus die verschiedenen Zonen erkennen. Indem man verschiedene Szenarien in den jeweiligen Kojen kreiert, mit der Beleuchtung, den verschiedenen Oberflächen an Stoffen, der Haptik und den unterschiedlichen Farbgefühlen arbeitet, werden die Bereiche klar voneinander abgegrenzt. Auch mit der Sitzhöhe spielt Neudahm: Den Barbereich kann man beispielsweise etwas tiefer legen, den Check-in hingegen höher. So sind die einzelnen Zonen erkennbar. Gleichzeitig entsteht ein stimmiges Gesamtbild.

Neben dem Open Lobby-Konzept sieht Neudahm aber auch einen Trend zu sogenannten Themenhotels: „Damit meine ich Häuser, die eine Philosophie, eine Region oder eine Lebenseinstellung vertreten – sei es ein Kunsthotel oder ein Veggie-Hotel. Ein Hotel für Jedermann wird es in Zukunft nicht mehr geben. Der Trend geht zur Abhebung durch ein Thema.“

Trotz aller Bestrebungen, sich von anderen Hotels abzuheben, rät der Interior-Designer in Sachen Ausstattung und Gestaltung dazu, nicht ausschließlich auf Extravaganz zu setzen. So zumindest hält es Neudahm selbst: „Wir sind keine Exoten. Wir wollen durch das Design nicht nur gefallen, sondern auch eine höhere Belegung erzielen und das Haus langfristig krisenfest machen.“ Insofern setzt der Interior-Designer gemeinsam mit seinem Team nicht ausschließlich auf schnelle Trends, sondern auch auf Weitsicht. Denn, um es in den Worten von Andreas Neudahm auszudrücken: „Beim Hoteldesign muss man die Nerven bewahren.“

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