Süßes und Herzhaftes aus der Olympiaregion Seefeld

Omas Tiroler Schmankerl für die kalten Tage
26/10/2016

26-10

2016

Süßes und Herzhaftes aus der Olympiaregion Seefeld


Omas Tiroler Schmankerl für die kalten Tage

Olympiaregion Seefeld, Oktober  2016 – In der Herbst- und Winterzeit steigt wieder der Hunger auf herzhafte Schmankerln. Die Olympiaregion Seefeld in Tirol, bekannt und beliebt für ihre traditionelle Küche und Lebensart, bringt mit dem Buch „Leutasch tut mir gut“ (Hrsg. Iris Krug, Kulturhaus Ganghofermuseum Leutasch; Neuauflage ab Dezember 2016; VK 8 Euro; Bestellung über info@seefeld.com) das Leutascher Lebensgefühl sowie die von Generation zu Generation überlieferten und behüteten Rezepte in die Küchen Ihrer Leser. Gerade jetzt, wenn die Tage kürzer und kälter werden und wir uns nach der Gemütlichkeit und Wärme von knisterndem, lauschigem Kaminfeuer sehnen, sorgen Köstlichkeiten wie Frittatensuppe, Schweinsbraten mit Semmelknödel oder Kaiserschmarrn für ein wohliges Gefühl im Magen und für gute Laune in der kalten Jahreszeit.

Auch Kräuterpädagogin Johanna Krug (54) ist ein echtes Leutascher Original und kennt jedes noch so kleine vermeintliche Kraut. Die Tirolerin kreiert ihre eigenen kontrolliert-biologischen Produkte aus den Kräutern und Wildpflanzen der Region und ihrem Garten. Ihre pikanten Wildkräuterknödel sind gesunde und wohltuende Begleiter durch die Herbst- und Winterzeit und präsentieren die Geschmacksvielfalt der Region.

Leutasch mit seinen 24 Weilern ist eine der fünf Gemeinden der Olympiaregion Seefeld und kein Ort wie jeder andere. Eingebettet zwischen Karwendel, Wetterstein und Hoher Munde prägt die Gemeinde die Region Seefeld mit ihrer vielfältigen Tradition, Kultur und Natur und ist bis heute einer der beliebtesten Orte der Tiroler Region. „Leutasch tut mir gut“ gibt einen Ein- und Überblick über die Geschichte, Tradition und Kulinarik des Leutascher Hochtals. Finden Sie hier sechs traditionelle Rezepte aus Leutasch:

 

Frittatensuppe 

Zutaten:

1/8 l Milch, 1 Ei, 80 g Mehl, Salz, Butterschmalz zum Ausbacken, 2 l Rindssuppe

Zubereitung:

Das gesalzene Mehl mit der kalten Milch glattrühren, dann das Ei beimengen. Etwas Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen und den Teig dünn ganzflächig einlaufen lassen, auf beiden Seiten goldgelb backen. Die ausgekühlten Pfannkuchen zusammenrollen und in schmale Streifen schneiden. Die Rindssuppe in tiefe Teller füllen und erst beim Anrichten die Frittaten beigeben, da sie stark quellen. Mit frischem Schnittlauch garnieren.

 

Kasspatzln

Zutaten:

35 dag (350 g) Mehl, 1/4 l Wasser, 2 Eier, 1-2 Zwiebeln, geriebenen, würzigen Käse, Butter, Salz, Pfeffer, Petersilie 

Zubereitung:

Mehl, Wasser, Eier und etwas Salz zu einem festen Teig verrühren. Dieser wird durch ein Spatzlsieb in kochendes Salzwasser gedrückt. Nach ungefähr 2 Minuten die Spatzln aus dem Wasser heben, kurz mit kaltem Wasser übergießen und abseihen. Eine feingehackte Zwiebel in einer Pfanne mit Butter anrösten, die Spatzln dazugeben, ungefähr 5 Minuten mitrösten und mit Salz und Pfeffer würzen. Den geriebenen Käse darüber geben, durchmischen und ziehen lassen, bis der Käse geschmolzen ist. Mit Petersilie oder gerösteten Zwiebelringen servieren.

 

Weinnudeln

Zutaten:

1/2 l Milch, etwas Salz, 20 dag (200 g) Grieß, 3 dag (30 g) Butter, 2 EL Zucker, 1 Ei, Semmelbrösel, Butterschmalz, Glühwein

Zubereitung:

Die Milch zum Kochen bringen, salzen, den Grieß hinzufügen und zusammen mit der flüssigen Butter und dem Zucker unter ständigem Rühren einkochen, bis eine feste Masse entsteht. Den Teig abkühlen lassen und anschließend zu Nudeln mit ca. 4 cm Durchmesser und 7 cm Länge formen. Die geformten Nudeln durch ein versprudeltes, also verrührtes rohes Ei ziehen, mit Semmelbrösel panieren und in heißem Fett goldgelb ausbacken. In der Zwischenzeit den Glühwein erwärmen. Die Weinnudeln in einem tiefen Teller anrichten, mit Glühwein übergießen, sodass die Nudeln im Wein schwimmen.

Tipp: Sehr gut schmeckt Vollwertgrieß. Den Glühwein kann man auch selber herstellen: 1/2 l Rotwein, 10 dag (100 g) Zucker, Zimtrinde, 2 Gewürznelken, Orangenschale, 1/4 l Wasser

Wer auf Alkohol verzichten möchte, kann statt Glühwein warmen Himbeer- oder Preiselbeersaft nehmen.

 

Specknocken

Zutaten:

500 g gekochte Kartoffeln, 100 g fein geschnittene Zwiebeln, 200 g Speck, 200 g Sauerkraut, 50 g Semmelbrösel, 150 g Mehl, 1 Ei, 1/8 l Wasser, Salz, Pfeffer, geriebene Muskatnuss, etwas Kümmel und feingehackte Petersilie, Butterschmalz zum Ausbacken

Zubereitung:

Die gekochten Kartoffeln nach dem Erkalten grob raspeln. Die feingeschnittenen Zwiebeln mit dem in feine Streifen geschnittenen Speck gut anschwitzen und anschließend erkalten lassen. Speck und Zwiebeln mit den geraspelten Kartoffeln vermischen. Sauerkraut, Brösel, Mehl und Ei mit Wasser einarbeiten und mit Salz, Pfeffer, Kümmel, Muskat und Petersilie würzen. Nocken formen und in etwas Butterschmalz goldgelb backen. Zu diesem Tiroler Gericht serviert man Salat oder frische Buttermilch.

 

Kiathl’s Hausschmarrn oder Nock’n mit Grant‘n (Kaiserschmarrn)

Zutaten:

1/2 l Milch, 6 EL glattes Mehl (Type 405), 1 Prise Salz, 2 EL Zucker, 6 Eier, Butterschmalz, Grant’n (Preiselbeeren), Staubzucker (Puderzucker)

Zubereitung:

Milch, Mehl, Salz, 1 EL Zucker und die Eier zu einem lockeren Teig verrühren. Etwas Butterschmalz in einer heißen Pfanne (am besten eignet sich eine Eisenpfanne) zergehen lassen und den Teig ins heiße Fett geben. Den Teig goldgelb backen, anschließend vierteln, umdrehen und in kleine Stücke schneiden, wieder wenden und mit 1 EL Zucker bestreuen. Wenn der Zucker karamellisiert, den Schmarrn mit Grant’n anrichten und Staubzucker drüberstreuen.

 

Wildkräuterknödel (auch liebevoll Unkrautknödel genannt) von Johanna Krug

Zutaten:

1/2 kg Knödelbrot, 1/4 l Milch, 3-4 Eier, 1 Zwiebel, Butter, verschiedene Kräuter wie z.B. Guter Heinrich, Brennnessel, Giersch, Franzosenkraut, Gundelrebe, Vogelmiere, Sauerampfer, Schafgarbe, Bärlauch (je nach Jahreszeit), 150g Bauerntopfen (Quark) oder geriebenen Käse, etwas Mehl, Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Zubereitung:

Die Zwiebel klein schneiden und in Butter anschwitzen, mit der Milch aufgießen und noch heiß über das Knödelbrot gießen, zudecken und etwas durchziehen lassen. Die verschiedenen Kräuter waschen, in einen Topf mit etwas Wasser erhitzen bis sie zusammenfallen, anschließend klein hacken und mit den Eiern, den Gewürzen, dem Topfen und dem Mehl zum Knödelbrot geben. Die Masse gut durcharbeiten, zu Knödeln formen und in Salzwasser 15 -20 Min. ziehen lassen, danach mit geschmolzener Butter und Parmesan anrichten und beliebige Salate dazu servieren.

Guten Appetit!

 

 

Informationen zum Buch „Leutasch tut mir gut“

Herausgeber:
Iris Krug, Kulturhaus Ganghofermuseum Leutasch (Neuauflage ab Dezember 2016)

Verkaufspreis:
8,00 Euro

Bestellung über:
Informationsbüro Seefeld
info@seefeld.com