Die Süßstoff-Falle

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Die Süßstoff-Falle 2560 2560 Das Kroko

Künstliche Süße schädlicher als Haushaltszucker

Berlin, 18. Februar 2020. – Aspartam, Saccharin und Sucralose sind Inhaltsstoffe, die sich als Zuckeralternativen in der Zutatenliste von „light“ Keksen, Riegeln und Limonaden verstecken. Diese künstlichen Süßstoffe haben meistens eine viel stärkere Süßkraft als normaler Haushaltszucker, sparen so Kalorien ein und vermitteln Verbrauchern gesündere Kaufentscheidungen. Jedoch können die Folgen eines übermäßigen Verzehrs von Süßstoffen oder Zuckerersatzstoffen verheerend sein. Silvia Bürkle ist langjährige Ernährungsberaterin und Lebensmittelexpertin beim Ernährungsprogramm Metabolic Balance und klärt auf, zu welchen Folgen der Griff zu „light“ und „zuckerfrei“ Produkten führen kann.

Heißhungerattacken

„Untersuchungen haben gezeigt, dass Süßstoffe wie Saccharin zu ständigen Hungergefühlen führen. Das liegt daran, dass der Körper bei der Aufnahme von Saccharin glaubt, Zucker verstoffwechseln zu müssen. Da aber kein echter Zucker zur Energieverwertung vorhanden ist, reagiert der Organismus mit Hungergefühlen“, erklärt Silvia Bürkle.
In der Tierhaltung wird Saccharin als appetitstimulierendes Mastmittel verwendet, auch beim menschlichen Organismus führt die Aufnahme zu einem ähnlichen Effekt (1). Die Folge kann also sein, dass mehr gegessen wird und so auch mehr Energie dem Körper zugeführt wird als er braucht.

Störung der Darmflora

Produkte, die mit Süßstoffen gesüßt werden, weisen oft darauf hin, dass „übermäßiger Verzehr abführend wirken kann“. Dies liegt unter anderem daran, dass durch die künstlichen Stoffe die Darmflora gestört werden kann. Untersuchungen, veröffentlicht durch das Deutsche Ärzteblatt, bestätigen, dass Süßstoffe die Darmflora negativ verändern (2). Durch die Aufnahme von Süßstoffen vermehren sich Bakterien, die verstärkt Ballaststoffe verstoffwechseln können. Dabei entstehen kurzkettige Fettsäuren, die über die Darmzellen in die Blutbahn gelangen und wenn kein Energiebedarf vorhanden ist, in Fettzellen gespeichert werden.

Expertenstatement

„Künstlich hergestellte Süßungsmittel können vom menschlichen Organismus nicht verstoffwechselt werden. Sie tragen dazu bei, dass sich die Zusammensetzung der Darmflora verändert und bringen damit, auf lange Sicht gesehen, den Stoffwechsel aus dem Gleichgewicht. Gewichtszunahme, Bluthochdruck und andere Krankheiten können begünstig werden“, fasst Silvia Bürkle zusammen. Die Ernährungsexpertin von Metabolic Balance empfiehlt daher einen Bogen um „light“ Produkte und mit Zuckeraustauschstoffen angereicherte Nahrungsmittel zu machen. „Am Ende ist es für den Körper besser, insgesamt den Zucker zu reduzieren und auf frische Lebensmittel und Obst zurückzugreifen. Wer trotzdem nicht ganz auf Kuchen oder Desserts verzichten mag, der sollte lieber selbst backen und kann auf die natürliche Süße von Früchten zurückgreifen.“

(1) Bürkle, Silvia et al. (2015): „Ernährung macht’s möglich – Stress ade“, S.59

(2) https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/60139/Suessstoffe-Studie-belegt-Stoerung-von-Darmflora-und-Glukosestoffwechsel

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