Berlin, Oktober 2025. Mit dem Übergang in die kühleren Jahreszeiten entfaltet das W66 in Berlin-Mitte seine kulinarische Neuausrichtung. Gemeinsam mit Tracy Eckngik Nguyen, Amerikanerin mit vietnamesischen Wurzeln, und Dagur Kaveh Radmanesh, Isländer mit iranischen Wurzeln, wurde die Küche anders gedacht. Inspiriert von der nordischen Klarheit, die sich bereits im Interior Design des W66 findet, entstand die neue Karte, die Gäste ab sofort genießen können. Der von Llot Llov gestaltete Raum bildet dabei den Rahmen für eine Küche, die sich dem Wesentlichen verschreibt: einzelne Produkte in wechselnden Texturen, klar im Ausdruck, fein im Detail.
„Schlichtheit, Feingefühl und Qualität stehen bei uns im Mittelpunkt – auf dem Teller ebenso wie im Raum“, sagt Christian Wilke, Gründer des W66. „Ob während der Mittagspause, als zwangloser Ort für Geschäftstermine, für eine kulinarische Pause zwischen Kultur- und Sightseeing-Programm, ein entspanntes Treffen mit Freunden oder als Eventlocation – wir verstehen das W66 als bewussten Ort der Gelassenheit in Berlin-Mitte und bieten eine Gastfreundschaft, die leise, aber lange wirkt.“
Saisonale Nuancen auf den Punkt gebracht
Die neue Karte des W66 liest sich wie eine sanfte Liebeserklärung an regionale, saisonale Produkte. Gelbe und rote Rüben, Kohl, Kürbis, Knollensellerie und Karotte sind essenzieller Bestandteil der kulinarischen Darbietungen. Die Küche folgt dabei einem klaren Prinzip: weniger ist mehr. Schonende Garmethoden, der bewusste Einsatz von Kräutern, eigens hergestellte Öle und die Fermentation von Gemüse verleihen den Gerichten Tiefe und Charakter. Mit einem feinen Gespür für Produktqualität und der geschmacklichen Komplexität der einzelnen Zutaten kreiert das Küchenteam so Gerichte, die überraschen – bewusst reduziert, handwerklich präzise und geschmacklich vielfältig. Die wärmenden Speisen wie zart geschmorte Rinderbacke mit Sellerie-Variationen, die auf die erfrischende Säure von Granny Smith treffen oder gerösteter Rotkohl mit Graupen und Meerrettich an einer Lauch-Sahnesauce sind eine Einladung, den Herbst auf der Zunge zu spüren.
Reduzierte Vielfalt mit kulinarischem Feinsinn
Nicht nur in den Gerichten spiegelt sich die klare Fokussierung wider. Zwei Salate, drei Hauptgänge mit Fleisch oder vegetarisch – wobei einer als Special wöchentlich wechselt – und zwei Variationen an Sandwiches sind die bewusst gehaltene feine Auswahl. Auf Anfrage sind auch vegane Optionen möglich. Harmonisch abgerundet wird der Genuss im W66 von einem Kuchenangebot, das mit einer isländischen Skyr-Tarte und dem Herbstklassiker Apfelkuchen, ungewöhnlich mit Tonkabohne-Schlagsahne verfeinert, zu überzeugen weiß.
Zeitgenössische Ästhetik in historischen Charme
Das klare, nordische inspirierte Ambiente des Berliner Designduos hinter Llot Llov schafft in den herrschaftlichen Räumlichkeiten im Gebäude des ehemaligen Postamt Berlins eine ganz besondere Wohlfühlatmosphäre. Es besticht durch ruhige Farbtöne, Naturmaterialien und durchdachte Zurückhaltung – ein wirkungsvoller Kontrast zu den verschnörkelten, historischen Stuckelementen, die dank einer Hängekonstruktion die Decke zieren. Die großflächigen Kunstwerke der Kristin Hjellegjerde Gallery unterstreichen das klare Interior Design des W66 und verleihen ihm zusätzlich Tiefe.